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Was tun bei Vergiftung, Bewusstlosigkeit oder Verbrennung?

Folgende Angaben sind von Bedeutung:

Wer?

Alter, Körpergewicht, Geschlecht, Telefon für Rückruf

Womit?

Arzneimittel, Lebensmittel, (Haushalts-)Chemikalie, Pflanze, Tier

Welche Symptome?

Übelkeit, Erbrechen, Husten, Krämpfe, Benommenheit, Bewußtlosigkeit

Wann?


Wieviel?


Maßnahmen bisher?

Ist unter Umständen ein Produktinfo verfügbar, z.B. auf einer Verpackung? Bei Lebensbedrohung sofort den Notarzt rufen: Notruf 112



Bewusstlosigkeit

Fehlende Atmung / kein Puls: Herz-Lungen- Wiederbelebung!

Freimachen der Atemwege

In neutraler Kopfposition fällt beim liegenden Patienten die Zunge in den Rachenraum und verlegt die Atemwege. Um Atmung oder Beatmung zu ermöglichen muss der Kopf überstreckt werden.

Herzmassage

Richtige Haltung für Herzdruckmassage:
Ellenbogen durchgestreckt, Schultern senkrecht über Händen. Bei der Herzdruckmassage wird das Herz durch Druck auf das Brustbein in Richtung Wirbelsäule gepresst. Dabei erhöht sich der Druck im Brustkorb und Blut wird aus dem Herzen in den Kreislauf ausgeworfen. In der Entlastungsphase füllt sich das Herz erneut mit Blut.

Als vorbereitende Maßnahme wird der Patient flach in Rückenlage auf einer harten Fläche gelagert und sein Brustkorb frei gemacht. Der Druckpunkt befindet sich in der Mitte des Brustkorbes auf dem Brustbein.

Das Brustbein wird 30-mal in Folge kurz und kräftig herunter gedrückt. Die Eindrucktiefe beträgt etwa vier bis fünf Zentimeter. Zwischen zwei Pumpstößen soll der Brustkorb komplett entlastet werden, damit sich das Herz wieder mit Blut füllen kann. Die angestrebte Frequenz der Herzdruckmassage liegt bei gut 100 Kompressionen pro Minute. Die richtige Körperhaltung erleichtert dem Helfer die Arbeit. Er kniet aufrecht neben dem Patienten, seine Schultern befinden sich senkrecht über dem Brustbein des Patienten. Der Helfer drückt rhythmisch mit dem Gewicht seines Oberkörpers, während seine Arme gestreckt und die Ellenbogen durchgedrückt sind.

Beatmung

Die Beatmung ohne weitere Hilfsmittel erfolgt als Mund-zu-Nase- oder Mund-zu-Mund-Beatmung (siehe Atemspende). Üblich in Deutschland und Europa ist die Mund-zu-Nase-Beatmung, da diese sicherer durchführbar ist. Der Kopf des Betroffenen wird dabei überstreckt. Der Mund muss bei der Mund-zu-Nase-Beatmung, die Nase bei der Mund-zu-Mund-Beatmung verschlossen werden. Das Volumen ist richtig gewählt, wenn sich der Brustkorb sichtbar hebt. Die Beatmungsphase sollte etwa eine Sekunde betragen, die Beatmung wird sofort einmal wiederholt.

Um die Hygiene zu verbessern und eventuell vorhandenen Ekel zu überwinden, gibt es verschiedene Beatmungshilfen wie Beatmungsfolien mit einem Filter und verschiedene Arten von Taschenmasken, deren Einsatz allerdings Übung erfordert. Wenn der Verdacht einer Vergiftung mit Kontaktgiften (beispielsweise Pflanzenschutzmitteln wie Parathion) besteht, sollte auf die Atemspende verzichtet werden.



Verbrennung

Kühlen ist wichtig, am besten rund zehn Minuten lang mit fließendem, handwarmem Wasser. Fragen Sie den Betroffenen, was er als angenehm empfindet. Verbrannte Stelle nach der Kühlung mit Verbandtuch keimfrei bedecken, dann locker und ohne Druck verbinden. Bei allen Verbrennungen ist die Behandlung durch einen Arzt ratsam. Bei Verbrennungen im Gesicht mit feuchten Tüchern kühlen, wechseln, nicht länger aufliegen lassen. Bei schweren Verbrennungen mit Blasenbildung oder bei größeren Verbrennungen muss der Rettungsdienst gerufen werden (Notruf 112).

Wichtig: Kühlung auf die betroffenen Areale begrenzen, es kann sonst zur Unterkühlung kommen.

Keine Hausmittel wie Kühlsalben oder Mehl verwenden!
Verwenden Sie keine flüssigen Brandbeschleuniger, wie Brennspiritus, um Grillfeuer zu entfachen. Halten Sie einen Eimer mit Löschwasser in der Nähe der Grillstätte bereit. Und klären Sie Kinder ihrem Alter entsprechend über den Umgang und die Gefahren von offenem Feuer auf.



Sonnenstich

Von einem Sonnenstich spricht man, wenn der unbedeckte Kopf zu lange unter Sonneneinstrahlung stand und dadurch die Hirnhäute gereizt sind. Gefährdet sind hier vor allem Kinder und Menschen mit spärlichem Kopfhaar. Man erkennt einen Sonnenstich an hochrotem Kopf, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Nackensteifigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Sofern die betroffene Person bei Bewusstsein ist, legen Sie sie mit erhöhtem Kopf in den Schatten und bedecken Sie den Kopf mit einem kühlen, feuchten Tuch. Gehen Sie in jedem Fall zum Arzt, wenn sich der Zustand nicht bessert. Kontrollieren Sie die Atmung und rufen Sie unbedingt den Notarzt (Notruf 112), wenn die Person bewusstlos wird.

Halten Sie sich häufig im Schatten auf und achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Vermeiden Sie zu lange Sonnenaufenthalte – vor allem in der Mittagszeit. Schützen Sie sich mit geeigneter Kleidung und bedecken Sie Kopf und Nacken.

Notfall außerhalb der Praxiszeiten

In akut bedrohlichen Notfällen:
112

Ärztlicher Notdienst:
116117

In der Praxispause am Montag 13-15 Uhr und Di/Do zwischen 17-19 Uhr sind wir i.d R. privat unter 7074416 für Notfälle erreichbar. In akut bedrohlichen Fällen wählen Sie bitte 112.

Ärztlicher Notdienst:

Starke Bauchschmerzen in der Nacht, hohes Fieber und Atemnot am Wochenende – wenn Sie außerhalb der Praxisöffnungszeiten dringend medizinische Hilfe benötigen, können Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein wenden. Dieser ist unter der bundesweit einheitlichen, kostenlosen Rufnummer 116117 zu erreichen.
www.kvsh.de

Ihr Anruf wird an die Bereitschaftsdienst-Leitstelle der KVSH in Bad Segeberg vermittelt. Dort erhalten Sie schnell und unkompliziert die Hilfe, die Sie benötigen: Medizinisch ausgebildetes Personal sagt Ihnen z. B., wo sich in Ihrer Nähe eine Anlaufpraxis des ärztlichen Bereitschaftsdienstes befindet.

Wenn Sie aus medizinischen Gründen ( wie Krankheitsschwere oder Pflegebedürftiglkeit) zu Notdienstzeiten nicht eine der Anlaufpraxen aufsuchen können, kommt ein Arzt/eine Ärztin zu Ihnen nach Hause. Sollte sich im Verlauf des Telefonats herausstellen, dass ein akuter Notfall vorliegt, verständigt die Leitstelle den Rettungsdienst und setzt gegebenenfalls einen Notarzt ein.

Die Anlaufpraxis der KVSH im UKSH Lübeck

– Zentralklinikum, Ratzeburger Allee 160 (1. Etage), 23562 Lübeck – ist für mobile Patienten zu folgenden Zeiten geöffnet:

Mo, Di und Do von 19 bis 23 Uhr
Mi und Fr von 15 bis 23 Uhr
Sa, So und feiertags von 8 bis 23 Uhr

Die Anlaufpraxis der KVSH am Sana Klinikum Lübeck

Kronsforder Allee 71-73, 23560 Lübeck ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

Samstag/Sonntag/Feiertags von 09:00 Uhr – 19:00 Uhr.

Sollten Sie wegen schwerer, ummobilisierender Erkrankung zu Hause ärztliche Hilfe benötigen, so ist zu folgenden Zeiten der kassenärztliche Notfalldienst unter Notrufnummer 116 117 dienstbereit:

Mo, Di und Do von 19 Uhr bis 7 Uhr
Mi und Fr von 13 Uhr bis 7 Uhr
Sa, So und feiertags von 7 bis 7 Uhr.

Apotheken-Notdienst

www.luebeck.de/bewohner/buergerservice/notdienste/apotheken.html

Kinderärztlicher Notdienst

www.paedia.mu-luebeck.de

Kassenärztlicher Notdienst

Anlaufpraxis der KVSH,
Zentralklinikum der UKSH Lübeck
Ratzeburger Allee 160, 23562 Lübeck

Anlaufpraxis in der Sana Klinik Lübeck
Kronsforder Allee 71-73, 23560 Lübeck

Giftinformationszentrum Nord / Göttingen

0551 / 383 18-0 oder 192 40